Landesselbsthilfekontaktstelle Sachsen

Selbsthilfebewegung – Struktur stärken, besser vernetzen, Vielfalt unterstützen

Zur Anregung und Beförderung sachsenweiter Selbsthilfeaktivitäten sowie für die überregionale Vernetzung wird eine Landeskontakt- und Informationsstelle Sachsen (LSH) eingerichtet. Sie wird als Schnittstelle zwischen engagierten Menschen und Betroffenen, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen, Dachverbänden, Politik und Verwaltung wirksam.

Die Landschaft der Selbsthilfegruppen und -organisationen in Sachsen ist vielfältig. Die Landeskontakt- und Informationsstelle zielt als strukturelle Maßnahme besonders auf

  • die Stärkung strukturschwacher Regionen und selbsthilfeunterstützender Einrichtungen,
  • die Entwicklung nachhaltiger Konzepte, mit denen mehr junge Menschen, Familien und randständige Bevölkerungsgruppen in die gemeinschaftliche Selbsthilfe einbezogen werden sowie
  • die Förderung von Selbsthilfestrukturen aller Ebenen als gemeinschaftliche Kraft.

Ziele und Aufgaben der Landeskontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe (LSH)

Die LSH wird eine Einrichtung zur landesweiten Vernetzung und Unterstützung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe im Gesundheits- und Sozialbereich. Sie hat zum Ziel, die Selbsthilfebewegung in Sachsen zu stärken, Eigeninitiative anzuregen, betroffene Menschen in Verbindung zu bringen. Chronisch kranke (seelisch, körperlich, Sucht) und behinderte Menschen sowie Menschen in Lebenskrisen zählen zu den benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen.

Die LSH soll die Interessen der lokalen/regionalen Selbsthilfekontaktstellen und sachsenweite Selbsthilfestrukturen unterstützen. Über Struktur- und Qualitätsverbesserungen im Bereich Selbsthilfe und in angrenzenden Feldern soll in Ergänzung zu professionellen Angeboten eine bessere Versorgung erreicht werden. Neben der Stärkung der Selbsthilfe auf Landesebene wird die LSH sich auf Bundesebene vernetzen und in den Fachdiskurs aktiv und kontinuierlich einbringen.

Das Vorhaben wird in Trägerschaft der JUST Jugendstiftung Sachsen auf der Grundlage einer Kooperation zwischen der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfekontaktstellen in Sachsen entwickelt und umgesetzt.

Die Landeskontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe wird durch den Freistaat Sachsen mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag bechlossenen Haushaltes (Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (FRL GeZus) sowie aus Mitteln der GKV-Gemeinschaftsförderung Sachsen nach § 20h, SGB V.